
Ihr Lieben!
Wer’s glaubt, wird selig!
So sagen wir gerne, wenn uns jemand Seemannsgarn erzählt – etwas, was total unglaubwürdig oder verrückt klingt. So wie z.B. die Schildbürger, die in Eimern das Licht in ihr Rathaus tragen, weil sie vergessen haben, die Fenster einzubauen.
Auch Thomas kam einfach mit manchem nicht mehr hinterher. Obwohl er doch drei Jahre lang mit Jesus unterwegs war, Zeichen und Wunder gesehen hatte und mit eigenen Ohren gehört hatte, wie Jesus über den Vater im Himmel gepredigt hat. Nach dem schrecklichen Tod von Jesus am Kreuz kann er einfach nicht glauben, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Und mal ehrlich – wer jemals an einem Sterbebett saß, kann ihn wahrlich verstehen.
Und so sagt Thomas: „Erst, wenn ich seine Wundmale selbst berühren kann, wenn ich den Auferstandenen anfassen kann, dann will ich es glauben!“
Aber so funktioniert Glauben eigentlich nicht. „Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ So heißt es in Hebräer 11,1.
Glauben geht über Verstehen und Erklären und Begreifen hinaus.
Wir können vieles über die Bibel, über Jesus als Person, ja, sogar über Wunder erforschen und versuchen, zu erklären und zu verstehen. Aber alles Wissen über diese Themen ersetzt nicht unseren Glauben.
Glauben bedeutet, dass wir uns trauen, uns in die Liebe Gottes fallen zu lassen, in eine „andere Realität“, die wir allein mit unserem Verstand nicht erfassen werden. Glauben bedeutet, an einem Punkt in unserem Leben in eine Beziehung mit Jesus hineinzuspringen. Und dieser Moment wird uns dann die Augen öffnen für die Realität Gottes in unserem Leben – und viele unserer Fragen werden sich dann beantworten.
Diesen Glauben erwartet Jesu eigentlich auch bei Thomas. Schließlich war der lange genug bei ihm in die Schule gegangen.
Trotzdem begegnet Jesus Thomas in seinen Zweifeln und lässt ihn seine Wundmale berühren. Und Thomas bleibt nichts anderes übrig als zu bekennen: „Mein Herr und mein Gott!“ Was für ein Bekenntnis, Thomas!! In Jesus ist Gott selbst Mensch geworden und hat am Kreuz unser aller Heil erworben. Und wer das glaubt, der wird selig!
In diesem Sinne wünsche ich euch eine gesegnete Osterzeit!
Der HERR ist auferstanden!
Eure Birca Geitebrügge

